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Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

28. Oktober 2007

Preisfrage, liebe Leser: Wer von Euch kennt das? Man arbeitet sich mehr und mehr ab, Arbeit essen schon Seele und Leben auf, und trotzdem gehts nicht besser, sondern eher schlechter voran? So sah bei mir die letzte Zeit aus. Okay, daß gar nichts voranginge, kann man freilich nicht behaupten - aber dafür, daß ich mir schon fast gar kein Privatleben mehr gegönnt habe, dann mit ansehen müssen, wie konkurrierende Gruppen mittlerweile fünf (!) Papers über mein Hauptprojekt veröffentlicht haben; wie die interessanten Schlußfolgerungen nicht ich, sondern andere innerhalb und außerhalb der Gruppe gezogen haben, nachdem ich nur noch im Datenwust versunken, den Wald vor Bäumen nicht gesehen und reichlich verzettelt unterwegs war und offenkundig nicht in der Lage, klar abzugrenzen, wer was macht; wie man sich trotzdem anschnauzen lassen muß, wenn man zwar an zehn Sachen gearbeitet hat, aber die elfte, die jetzt gerade mal eben zur gewünschten deklariert wird, noch nicht fertig ist - das ist schon etwas hart. (Vor allem sich zumindest ein Stück weit geschlagen geben müssen, zugeben müssen, daß jemand anderes mehr Durchblick hatte, organisierter, einfach besser war, obwohl die Voraussetzungen eigentlich die gleichen waren… das kratzt schon… zumal ich mich eigentlich nicht als jemand sehe, der sein Hirn ausschaltet und nur vor sich hinwurschtelt, ohne dabei groß auf Sinn und Bedeutung zu schauen… aber genau das hab ich gemacht…)

Und wenn dazu dann noch kommt, daß es aussieht, als sei man rundum ungenügend / zu zurückhaltend / auf sich allein gestellt, in der Arbeit (wie gerade geschildert), bei den Frauen (Zu wenig Initiative! Zu sensibel! Weiß nicht, was er will!), zuhause (Wann wohl wird mein werter Mitbewohner endlich seine Telefonrechnung bei mir bezahlen?) und unter Freunden (Zu müde zum Ausgehen? Motz!) - dann kann einen irgendwann doch mal alles und alle kreuzweise… wenn man noch fit genug ist, wütend zu werden.

Dieses Wochenende hab ich mal die Notbremse gezogen, ging nicht mehr anders. Nur wenig gearbeitet (was in den letzten Wochen die Ausnahme war). Meistens daheim und alleine gewesen. Viel rumgelegen und Musik gehört (was unglaublich angenehm war - was für Schätze meine Festplatte und das FM4-Programm bergen, hatte ich schon ganz vergessen). Laufen, klettern (auch zum ersten Mal seit Wochen), schwimmen, in der Sauna gewesen. Keine Termine, keine Verpflichtungen. (Kein Jever.) Und vor allem viel Schlaf. Sehr gut. Mehr davon. Mal schaun, wieviel davon sich in die Woche retten läßt.

Reisenotizen

19. September 2007

Mittwoch mittag in Paris, auf Besuch bei Michael, einem alten Freund aus Tübinger Tagen, der jetzt hier seinen Postdoc in der theoretischen Physik macht. Ich gondle gerade wieder ein wenig durch die Weltgeschichte… hauptsächlich dienstlich, versteht sich! Letzte Woche Konferenz in Chamonix, unglaublich schön dort, Traumwetter auch noch, leider zuwenig Zeit und Höhentraining für eine richtige Hochtour, aber für zwei kleine Wanderungen und zwei Tage Klettern mit Heidi, die aus der Schweiz zu Besuch kam (doch, wirklich!, das ist diese nette junge Dame hier), hats doch gereicht, war auch dringend nötig nach Wochen voller Streß ohne rechten Fortschritt, zerfahrenem Alltag, Konkurrenz, der üblich schwierigen Arbeitsatmosphäre, allem möglichen Mißgeschick… Aber der Anblick des gleißenden Mont Blanc beim Sichern am dritten Standplatz im Fels entschädigt für einiges. Und immerhin hab ich auch meinen Vortrag vor Fachpublikum ohne größere Blessuren überlebt. (Das hatte mir schon ein wenig schlaflose Nächte bereitet vorher…)

Diese Woche noch: Workshop in Orsay, daher jetzt der Besuch in Paris. Und ich gönne mir tatsächlich noch ein verlängertes Wochenende in München. Zusammen mit der einen Woche Surfen in Dänemark Anfang August (seit Jahren endlich mal wieder auf dem Brett gestanden, das war auch höchste Zeit, hatte fast schon vergessen, wieviel Spaß das macht) solls das dann auch gewesen sein mit Urlaub dieses Jahr. Gibt einfach zuviel zu tun, die Konkurrenz ist auf den Fersen (wenn man auch unbedingt an den Sachen arbeiten muß, die auch von fünf anderen Gruppen beackert werden, als ob’s nichts anderes gäbe… aber das kann man sich als Doktorand ja nicht unbedingt aussuchen…), und nach über zwei Jahren wärs mal an der Zeit, was zu publizieren. (Nicht daß ich in der Zeit nichts hervorgebracht hätte. Aber wenn sich auch die Prioritäten ständig ändern…) Insofern stehen weitere Wochen Vergraben in die Arbeit an. Aber das ist schon okay so. Nur etwas mehr Balance und klaren Kopf als in den letzten Wochen, das wär gut.

(Publizieren kann so einfach sein. Wenn ich hier den letzten Buchstaben getippt habe, klicke ich in meinem Wordpress-Interface den Button “Publish”. Fertig. Wundervoll. Sollte immer so sein. Würde wahrscheinlich auch nicht viel weniger heiße Luft rauskommen in der Welt der Wissenschaft.)

Optimismus

10. Juli 2007

Ein wunderbares Fundstück. Kann ja auch nur von Karl Valentin sein.

Optimist: ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind.

Vorurteile

2. Juli 2007

Als Münchner kriegt man es ja meistens nicht so mit, wenn “Zuagroaste” in München und Umgebung ob ihrer Herkunft aufgezogen oder gar ernsthaft diskriminiert werden (ich spreche jetzt mal nur von der “innerdeutschen” Diskriminierung). Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, daß zumindest in der bayerischen Hauptstadt eine entspannte, eben urbane Atmosphäre herrscht, in der man nicht unbedingt seit Generationen einheimisch sein muß, um sich wohl und willkommen fühlen zu dürfen.

Hier in Südniedersachsen hingegen, in Göttingen, der Hauptstadt der Linken und Alternativen (oder derer, die sich dafür halten), wo jeder Club und jedes Cafe explizit Wert darauf legt, daß Rassismus und Sexismus nicht geduldet werden, muß ich mir immer wieder einfach nur saudumme Kommentare über meine Herkunft anhören. Jaja, man kann das einfach ignorieren, tu ich üblicherweise auch, und muß es nicht ernst nehmen, tu ich meistens auch nicht: aber es nervt auf Dauer einfach. Ich denke an die latent bis explizit gesinnungsterroristische Ex-Mitbewohnerin eines Freundes von mir, die im dritten Satz unserer Konversation, als ich gerade erwähnt hatte, daß ich aus München komme, meinte: “Aus München! Na wenn ich das gewußt hätte…” Mein Kollege und ich darauf gleichzeitig, weil einfach überhaupt nicht klar war, was sie meinte: “Dann was?” Sie lachte als Antwort nur unsicher und abwesend und ging nicht weiter darauf ein. Oder neulich jemand beim Bier an einem an sich schönen Sommerabend in der Stadt: “Aus München kommst du? Na, da bist ja fast schon ein Schluchtenscheißer. Überhaupt München. War schon mal da. So eine versnobte Scheißstadt.” (Ich glaube, das hat er wirklich wörtlich so gesagt.) Ich hab’s einfach nur ignoriert, so gut wie möglich - aber eigentlich hätte ich ihn fragen sollen, ob er aus Göttingen kommt und was er meint, sich darauf einbilden zu können. Oder ihm einfach gleich eine reinhauen. Oder gerade erst letzten Samstag, sogar auf einer Veranstaltung des Literarischen Zentrums (!): “Bayern sind ja eh alle Faschisten.” Tut mir leid. Irgendwie kann ich langsam nicht mehr drüber lachen. Haltet einfach mal die Fresse, wenn Ihr schon keine Ahnung habt.

Die New York Times weiß da wie üblich mehr, obwohl sie ein ganzes Stück weiter weg von München sitzt. Letztes Jahr erschien dort im Reiseteil ein wunderbarer Artikel über München, insbesondere übers Gärtnerplatzviertel und das zugehörige Nachtleben. Sehr charmant und sehr korrekt. Danke, NYT! Nehmt das, Göttinger! (”Don’t like my origin? Call 1-800-EAT-SHIT!”)

Aber was reg ich mich auf. Es gibt ja bekanntlich nichts Neues unter der Sonne, und auch meinen Frust über manche Aspekte meiner momentanen Wahlheimat (keineswegs alle, keine Sorge) haben andere, berufenere Münder schon längst vorweggenommen. In diesem Fall Heinrich Heine, von dem ich so frei bin, den ersten Absatz seiner “Harzreise” hier mal ganz kommentarlos, aber mit breitem Grinsen zu zitieren. Wie wenig sich so manches ändert in bald zwei Jahrhunderten… Mit freundlichen Grüßen.

Die Stadt Göttingen, berühmt durch ihre Würste und Universität, gehört dem Könige von Hannover, und enthält 999 Feuerstellen, diverse Kirchen, eine Entbindungsanstalt, eine Sternwarte, einen Karzer, eine Bibliothek und einen Ratskeller, wo das Bier sehr gut ist. Der vorbeifließende Bach heißt “die Leine”, und dient des Sommers zum Baden; das Wasser ist sehr kalt und an einigen Orten so breit, daß Lüder wirklich einen großen Anlauf nehmen mußte, als er hinübersprang. Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht. Sie muß schon sehr lange stehen; denn ich erinnere mich, als ich vor fünf Jahren dort immatrikuliert und bald darauf konsiliiert wurde, hatte sie schon dasselbe graue, altkluge Ansehen, und war schon vollständig eingerichtet mit Schnurren, Pudeln, Dissertationen, Teedansants, Wäscherinnen, Kompendien, Taubenbraten, Guelfenorden, Promotionskutschen, Pfeifenköpfen, Hofräten, Justizräten, Relegationsräten, Profaxen und anderen Faxen. Einige behaupten sogar, die Stadt sei zur Zeit der Völkerwanderung erbaut worden, jeder deutsche Stamm habe damals ein ungebundenes Exemplar seiner Mitglieder darin zurückgelassen, und davon stammten all die Vandalen, Friesen, Schwaben, Teutonen, Sachsen, Thüringer usw., die noch heutzutage in Göttingen, hordenweis, und geschieden durch Farben der Mützen und der Pfeifenquäste, über die Weenderstraße einherziehen, auf den blutigen Walstätten der Rasenmühle, des Ritschenkrugs und Bovdens sich ewig untereinander herumschlagen, in Sitten und Gebräuchen noch immer wie zur Zeit der Völkerwanderung dahinleben, und teils durch ihre Duces, welche Haupthähne heißen, teils durch ihr uraltes Gesetzbuch, welches Comment heißt und in den legibus barbarorum eine Stelle verdient, regiert werden.

Im allgemeinen werden die Bewohner Göttingens eingeteilt in Studenten, Professoren, Philister und Vieh; welche vier Stände doch nichts weniger als streng geschieden sind. Der Viehstand ist der bedeutendste. Die Namen aller Studenten und aller ordentlichen und unordentlichen Professoren hier herzuzählen, wäre zu weitläufig; auch sind mir in diesem Augenblick nicht alle Studentennamen im Gedächtnisse, und unter den Professoren sind manche, die noch gar keinen Namen haben. Die Zahl der Göttinger Philister muß sehr groß sein, wie Sand, oder besser gesagt, wie Kot am Meer; wahrlich, wenn ich sie des Morgens, mit ihren schmutzigen Gesichtern und weißen Rechnungen, vor den Pforten des akademischen Gerichtes aufgepflanzt sah, so mochte ich kaum begreifen, wie Gott nur so viel Lumpenpack erschaffen konnte.

(zitiert nach: Heinrich Heine, Die Harzreise (1824), http://gutenberg.spiegel.de)

Isolation

28. Juni 2007

…is not good for me, hieß es vor vielen Jahren in einem Ohrwurm aus meiner Tübinger Zeit. Aber schön langsam find ich mich da wieder. Zum Teil selbstgewählt, zum Teil bleibt mir grad einfach nicht die Zeit und Energie fürs Sozialleben, gerade heute zum Beispiel wollt ich wiedermal einfach nur heim und garnichts tun. (Na gut, ein bißchen was wurde es dann doch, immerhin, malwieder Gitarre spielen, so.) Zudem hat das mit der neuen WG nicht geklappt, insofern bleib ich hier am Stadtrand mit meinen Mitbewohnern, mit denen ich nicht viel zu tun habe - also auch wieder: irgendwie doch isoliert. (Aber dafür spar ich Geld für das wilde Leben, das ich nach meiner Doktorarbeit wieder führen werde… ha ha… Und im oder am Grünen wohnen find ich doch auch nicht so schlecht.) Surfen in Dänemark und hoffentlich auch Klettern in Frankreich werden klappen, jeweils ein paar Tage bis eine Woche, das muß reichen dieses Jahr. Alles Weitere… kokelt gerade auf Sparflamme. Deshalb hab ich auch nicht so viel zu sagen hier. Ein paar Gedanken liegen in der Schublade, aber da liegen sie nun mal gut. Wer was von mir wissen will, muß im Moment wohl einfach anrufen oder mailen und hoffen, daß ich grad da bin und Zeit und Ruhe hab… bis auf weiteres. (Achja, ein paar neue Fotos aus Berlin gibts, siehe Galerie. Immerhin.)

Fortschritt

10. Juni 2007

Hab grad mal mehr so zum Spaß oder um “Metadateninkonsistenzen” zu vermeiden in meinem eigenen Blog gesucht, obs ein Posting mit dem Titel “Lebenszeichen” oder “Fortschritte” schon gibt. Gibts schon. Lebenszeichen, Februar dieses Jahres, Fortschritte, irgendwann 2005. (Insofern hab ich diesen Post jetzt sehr kreativ “Fortschritt” ohne “e” genannt.) Den Eintrag von 2005 zu lesen war eher seltsam - so seltsam zum einen, wie es auch sein muß, eine Zeitung von vor Jahren zu lesen - bei den Dingen, die sich geändert haben, fragt man sich, wie das jemals so wichtig sein konnte; bei den Dingen, die geblieben sind, erschrickt man, daß sie schon so lange so sind, wie sie sind. Und mein Getexte kam mir sehr prätentiös vor. (Ob mir das mit diesen Zeilen hier wohl in zwei Jahren auch so geht…) Ich war sogar so frei, einen Satz aus dem zwei Jahre alten Post zu entfernen. Ist editionstechnisch nicht gerade korrekt - was ich gesagt habe, habe ich nun mal gesagt… aber manches muß einfach nicht für alle Zeit für alle Welt lesbar bleiben, insbesondere das, was ich mittlerweile doof finde. So.

Ach so, Fortschritt? Jaja, irgendwie schon. In den letzten Wochen glatt mal ein, zwei neue Dinge gelernt oder angelesen, weils zum Glück auch mal direkt von der Arbeit motiviert war - gut, sowas. Zusammen mit meinem Kollegen Christian in unserm gemeinsamen Projekt, meinem Haupt-Ding, vorangekommen - auch gut. Bereit für das nächste Terrormeeting - ich bin schon auf alles gefaßt, nachdem mein werter Chef es sich nicht nehmen ließ, sogar in den letzten zwei Wochen, in denen er auf Konferenzen unterwegs war, uns alle per Mail und Telefon (!) darüber zu informieren, was er wünscht, daß wir tun sollen… Klettern: zufriedenstellend und glückbringend gerade. Sehr gut. Muß mal mehr Fotos machen - die Wände im Göttinger Wald sind echt fein. Und vielleicht zieh ich im August in eine viel größere und schönere WG. Und mach eine Woche Surfurlaub, nach Jahren mal wieder, in Dänemark. Klingt doch alles ganz nett. Muß nur immer aufpassen, daß es nicht zuviel wird…

Mehr Gedanken zum Tag und neue Fotos: demnächst in diesem Kino.

Göttinger Szenen

7. Mai 2007

Zwei kurze Szenen von recht entgegengesetzten Enden des Göttinger Spektrums.

Szene 1: Ein Typ, zwei Mädels, Anfang 20, auf ihren Fahrrädern an einer Ampel. Er: “Was für einen Sport machst Du nochmal? Frauenschwimmen?” Sie 1, schon leicht genervt: “Fußball.” Er: “Boah kraß. Kampflesbe, oder was?” Sie 1: “Halt die Schnauze!” Sie 2: “Nur weil Du im rosa Polohemd Tennis spielst…”

Szene 2: Ein Zettel an der Wand in einem alternativen Kulturzentrum (Cafe, Kneipe, Konzertraum, Kino): “Linke Innenstadt-WG sucht zwei Mitbewohnerinnen. FR-, Junge Welt-, Konkret-Abo. Telefonflatrate. Vegetarischer Kühlschrank. Keine Zweck-WG. Keine Esos, keine Hippies.”

Da weiß man, was man hat…

Chillout Post

6. Mai 2007

So. Gerade mal wieder haufenweise Fotos hochgeladen: als Ersatz für die vielen Worte, die ich gerade nicht recht machen mag. Aber ein Bild mag ja manchmal so viel mehr sagen… und dann erst Dutzende…! Fotos von ein paar Tagen Tagung in Marseille, von einem Osterausflug ins Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt, von einem verlängerten Wochenende in meiner lieben schönen Heimat, die mir komplett nur ihre Sonnenseite gezeigt hat (abgesehen davon, daß ich beim Klettern in der Zeller Wand bei Schleching katastrophal schlecht aus der Wand gekippt bin) und von meiner persönlichen Harzreise per Mountainbike vor einer Woche, garniert mit ein paar Schnappschüssen vom Klettern heute im Göttinger Wald.

Die paar Tage in München waren wunderbar, während hier seither wieder so alle möglichen Umständlichkeiten und Schwierigkeiten meinen Weg gekreuzt haben… aber gerade renken sich zumindest ein paar Dinge wieder ein bißchen ein. Am Rest muß noch mindestens mittelfristig gearbeitet werden. Zum Beispiel an meinem Kletterkönnen, aber das ist nicht unbedingt kriegsentscheidend. Oder vielleicht doch: denn nach dem heutigen Tag an einer (landschafts- und klettertechnisch) wirklich schönen Wand im sonnendurchfluteten “Gö-Wald” fühl ich mich grad für meine Begriffe ziemlich wohl. Was ja schon mal ganz gut ist. In diesem Sinne: gut Nacht.

Es lebe Youtube

27. März 2007

Wohl kein besonders rares Fundstück heute, aber unbedingt sehenswert: die sieben prämierten Youtube-Videos, hier auf Spiegel Online vorgestellt. Muß zugeben, daß mir der kleine Kiwi richtig naheging…

Außerdem sehr zu empfehlen: Creation Science 101 und alles mögliche andere von Roy Zimmerman. Mein bevorzugtes Zitat: “Abstinence-only sex education. That’s a little like just-hold-it potty training.”

Und schließlich: bitte auf nosecret.paytoreplace.com gehen und “yeah” eingeben. Die Botschaft stammt nicht von mir!

Gute Nacht.

Update: Hm, die “yeah”-Botschaft hat wohl jemand geändert. Und ich glaube, ich weiß auch, wer… Naja, dafür hab ich ein neues Fundstück. Man lasse sich mal auf Google Maps im Routenplaner etwa die Wegbeschreibung von München nach Miami anzeigen und schaue sich selbige genau an… ein herrliches Kuckucksei eines Programmierers mit Humor.

One With The Freaks

23. März 2007

Diesmal mein ich nicht die, die man in meiner Arbeit vorfindet. Sondern eher die, die irgendwas aus der ordnungsgemäßen Bahn geworfen hat. Was ich gut verstehen kann, siehe meinen krummen Lebenslauf. Und was mir angesichts des täglichen Rattenrennens für poplige Resultate und aufpolierte Egos immer wieder durch den Kopf zieht. Notwist haben das sehr schön in Zeilen gefaßt, in dem Album, das mir meine damalige liebe Freundin damals nach Boston geschickt hat, statt des normalen Covers mit den beiden großen, schwarz auf rot gedruckten Worten verziert, die seit eh und je den Titel der Erstsemesterbroschüre des AStA der Uni München stellen: “Keine Panik.” Hab ich grad wegen der Musik und wegen dieses Covers wieder aus dem Archiv gezogen. Die besagten Zeilen:

Have you ever
Been all messed up
Have you ever? (…)
Miss the signal
Miss the signpost
Lose the access to it all
And all of a sudden
You are one with the freaks.