San Francisco Bay Blues
Nach dem üblichen Was-nicht-alles-vor-Abreise-noch-fertig-werden-muß-Streß, einer Nacht mit vier, einer mit zwei Stunden Schlaf und einer Reise von 24 Stunden Dauer bin ich dann gestern abend Ortszeit doch ganz gut im Westen angekommen. San Francisco, genauer gesagt. Konferenz in Monterey nächste Woche, danach noch eineinhalb Wochen Urlaub, die mir gerade ziemlich recht und nötig sind, mit Station in Berkeley, San Diego und Boston. Mal sehen, wie’s da so sechs Jahre nach mir inzwischen aussieht…
Trotz Schlafmangel wirkte der Jetlag dann doch noch genug, um mich um 7.30 zum Aufstehen zu bringen, wofür ich mit einem strahlenden Sonnenaufgang über der San Francisco Bay vor dem Hotelfenster belohnt wurde. Kein schlechter Auftakt. Und die vielen “bells”, die es “ringt”, wieder in den Staaten zu sein, ausgelöst von lauter Kleinigkeiten, die man von früher kennt und mit der Zeit vergessen hat: die Riesenportionen Essen, die man serviert bekommt. Die Gehsteige aus großen Betonplatten. Die gelbliche Straßenbeleuchtung. Gerüche vor allem: der Duft von Meer, der durch die Straßen zieht, und, etwas profaner, aber doch eindeutig erinnerbar, der Dieselgeruch der Trucks, der hier irgendwie etwas verbrannter daherkommt als bei uns.
Jetzt dann erstmal Mietautos holen und an der Küste entlang nach Süden gondeln. Dann sehn wir weiter.
